Ludwig III. und das Parlament

Ludwigs III. Krönung im Spannungsfeld zwischen Monarchie und Demokratie

Donnerstag, 6. September 2018, 19:00

Die Flucht Ludwigs III. aus München leitete im November 1918 das Ende monarchischer Herrschaft nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland ein. Der letzte bayerische König gilt damit als Sinnbild eines verknöcherten Systems, das sich durch seine Unfähigkeit und seinen Unwillen, den immer lauter werdenden Ruf nach demokratischen Reformen nachzukommen, letztendlich selbst abschaffte. Dass ausgerechnet Ludwig III. lange Zeit als Wegbereiter und Hoffnungsträger einer parlamentarischen Erneuerung der Monarchie in Deutschland galt, ist indessen weniger bekannt. Als Reformer und Reaktionär war Ludwig III. eine äußerst widersprüchliche Gestalt, in dessen Leben und Wirken sich der Konflikt zwischen monarchischem Selbstbild und gesellschaftlicher Demokratisierung der späten Kaiserzeit widerspiegelt. Anhand verschiedener Stationen im Leben des Monarchen möchte der Vortrag diesen Konflikte sichtbar machen, und die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Mitbestimmung im Kaiserreich, sowie den Gründen und Ursachen des letztendlichen Zusammenbruchs der Monarchie in Deutschland stellen.

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