Starnberg Ammersee

Kaufhaus Johann Biller

Eine (ehemalige) Starnberger Institution

Das Billerhaus mit voller Auslage
Das Billerhaus
Das Billerhaus
Der Biller-Altar 1937
Das Billerhaus mit voller Auslage
Das Billerhaus
Das Billerhaus
Der Biller-Altar 1937

1804 wurde im Jägerhuber-Haus (heute Josef-Jägerhuber-Straße 1) der erste Gemischtwarenhändler Biller eröffnet. Johann Baptist Biller, der von seinem Vater die Gemischtwaren-Konzession übernommen hatte, erwarb 1857 das Anwesen an der heutigen Hauptstraße 25, um auf diese Weise expandieren zu können. Auf seinem neuen Anwesen ließ er das noch heute erhaltene Gebäude errichten, in welchem er sein Geschäft fortführte. Sein Laden hatte alles, was in einem Haushalt benötigt wurde; neben Wäsche, Nahrungsmitteln, Eisenwaren, Waschmitteln wurde beispielsweise auch anfangs noch Schießpulver angeboten.

Doch nicht nur die Einkaufsmöglichkeit machte den Krämerladen so wichtig für Starnberg; „Beim Biller“ stand fast einhundert Jahre lang der dritte Altar der Fronleichnamsprozession, die damals noch über die heutige Hauptstraße führte. Dennoch drohte dem Biller-Haus 1936 der Abbruch, da die Nationalsozialisten die Hauptstraße für die geplante Olympiade in Garmisch verbreitern und zu einer „Olympiastraße“ erweitern wollten. Die damalige Geschäftsführerin Berta Biller jedoch wollte ihren Laden nicht kampflos aufgeben. Ein von ihr engagierter Münchner Anwalt verzögerte den Grundstücksverkauf so lange, dass der Krieg weitere Ausbaupläne verhinderte.

Während der Zweite Weltkrieg das Haus noch vor dem Abriss rettete, bescherte er dem Laden selber schwere Zeiten. Mit zunehmender Dauer wurde es immer schwieriger, Waren zu bekommen und die Regale wurden stetig leerer. Dennoch rettete die Familie Biller das Geschäft über den Krieg hinaus. Noch bis 2013 konnten die Starnberger hier Waren aller Art erwerben, danach musste die Urgroßnichte Johan Baptist Billers, Gertrud „Trudi Biller“ Weiß, u.a. aufgrund des veränderten Konsumverhaltens das Geschäft aufgeben.

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